Do 10 Apr 2008
Schließen sich mehrere Finanzdienstleister und Versicherungsmakler zu einem Verein zusammen so spricht man von einem Maklerverband. Dadurch soll die Produktpallette der Makler erweitert werden und eine Unterstützung vor Ort gewährleistet sein.
Die meisten Versicherungsvermittler sind mit Ihrer Produktvielfalt meist an direkt an die Gesellschaften gebunden und haben dort vertraglich vereinbarte Mindestumsätze. Wer es sich ein wenig leichter machen möchte schließt sich meist einem Makler Pool an. Dadurch ist es dem Makler möglich auf mehrere Hundert Gesellschaften zuzugreifen ohne eine direkte Vertriebsvereinbarung mit der Gesellschaft vereinbart zu haben. Ein eine Vertriebsvereinbarung besteht daher nur mit dem Maklerpool.
Da ein Pool durch das sogenannte Antragspooling meist ein höheres aufkommen an Anträgen hat, befindet er sich dadurch in einer optimalen Verhandlungsbasis und kann meist höhere Courtagen mit der Gesellschaft aushandeln. Auch die Erfüllung von Mindestumsätzen stellt somit kein Problem da.
Auch in der Produktgestalltung kann der Maklerpool deutlich Einfluss nehmen und somit spezielle Deckungskonzepte entwickeln, die nur über diesen Pool vertrieben werden können.
Verkauft der Makler ein Produkt und überlässt die Abwicklung einem Makler Pool, auch Versicherungspool genannt, so erhält er eine um 5-10% geminderte Abschlussprovision. Schließlich muss der Versicherungspool seine Serviceleistungen wie Antragsverwaltung, Backoffice, spezielle IT Volkommen finanzieren.
Bestehen bereits direkte Vertriebsvereinbarungen mit einer Gesellschaft, so ist es möglich diese dem Makler Pool unterzuordnen. Dies hat den Vorteil, dass man seine eigene Vertriebsvereinbarung behält, jedoch die Vorzüge genießt die der Pool bereits mit der Gesellschaft ausgehandelt hat. Dies lohnt sich bei den Gesellschaften, bei denen das Hauptgeschäft eingereicht wird.