Kugelschreiber, die klassischen Büroartikel, müssen sich meist nachsagen lassen, dass sie die Handschrift negativ beeinflussen, doch entspricht dies tatsächlich der Wahrheit? Die Meinungen zeigen sich hier geteilt und besonders in Schulen, wo Kinder mit dem Füller an das Schreiben heran geführt werden, wird nur zu gern über den gemeinen Kuli und seine angeblich schlechten Eigenschaften gelästert. Zum Erlernen des Schreibens eigenen sich Füller tatsächlich am Besten, bei Erwachsenen lässt sich zwischen der Handschrift per Füller oder Kuli hingegen selten ein Unterschied ausmachen.
Ausschlag gebend sind beim Schreiben hier vorrangig die Mühe und der Rahmen, in welchem geschrieben wird. Dies bedeutet, dass Kulis meist für schnelle Notizen und Bemerkungen genutzt werden, für das sorgsame Schreiben mit dem Füller, z.B. bei Einladungskarten, wird hingegen mehr auf die Form geachtet und sich entsprechend Zeit für die Ausführungen genommen – wenig verwunderlich, dass sorgsam erstellte Texte mit dem Füller meist besser in ihrer Schrift anzuschauen sind, also schnell fabrizierte Kulitexte. Im Umkehrschluss ergibt sich das gleiche Bild bei sorgsamer Verwendung des Kulis und schnellen Schreibens mit dem Füller – hier sieht der Text, welcher mit dem Kuli erstellt wurde, besser aus, als der schnell dahin gekritzelte Füllertext. Den Kuli hier also wegen seiner schlechteren Eigenschaften die Handschrift betreffend zu verurteilen, ist grundsätzlich falsch und entspricht nicht den wirklichen Schreibgewohnheiten. Vielleicht sollte man statt dessen der Erhaltung der Handschrift ein größeres Augenmerk schenken und sich mehr Zeit als Bisher bei der Texterstellung gönnen – die Handschrift wird dies zumindest danken, schließlich versucht sie sich nur ungern in schnellen Kritzeleien.

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