Wir kennen sie alle, die guten alten Telefonbücher. Im Mittelpunkt des Unternehmens steht die Veröffentlichung aller Firmen und Telefonteilnehmer in Österreich. Doch auf den zweiten Blick steckt mehr hinter dem Herausgeber unserer Telefonbücher und der Gelben Seiten. Eine lange Firmengeschichte gibt Aufschluss.
1919 gründet Gerold Haring den HEROLD, das Einwohneradressbuch von Österreich. Lange bleibt dieses unverändert bis Ende der 50er Jahre zum ersten Mal ein Telefonverzeichnis herausgegeben wird, der „Rote Herold“. 1988 bietet das Unternehmen erstmals ein Verzeichnis für Firmen von Firmen zur einfacheren Knüpfung von Handelsbeziehungen auf CD ROM an. Kurz darauf entstehen die „Gelben Seiten“ in Zusammenarbeit mit der österreichischen Post. Die Gelben Seiten sind ein Firmenverzeichnis oder weitgehend auch Branchenbuch für Jedermann. 1997 gehen die gelben Seiten online. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Präsenz des Unternehmens immer weiter entwickelt. Wenn man heute auf die Homepage des Herolds geht, dann kann man neben online einsehbaren Telefonbüchern eine Vielzahl an sonstigen Informationsangeboten nutzen. Der User kann im normalen Telefonbuch online Adressen und Telefonnummern ermitteln , oder auch in den gelben Seiten Hersteller finden. Weiters besteht für Firmen die Möglichkeit andere Handelspartner ausfindig zu machen und Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Vor allem in den letzten Jahren sind zusätzlich einige Nebensparten entstanden, welche man ebenfalls auf der Webseite vorfinden kann. Neben einer österreichischen Suchmaschine kann man Routenplaner, Onlineshops, und sogar ein Herold-Reisebüro nutzen. Außerdem wurde die Plattform durch Foren und anderen sozial relevanten und interaktiven Treffpunkten erweitert. Mittlerweile ist es sogar möglich, alle österreichischen Hauptstädte ähnlich wie bei Google Earth auf Satelittenfotos zu betrachten.
Leider wird die Webseite des Herolds mittlerweile von zahlreichen Werbebannern überlagert. Dies ist jedoch für den Benutzer der auf der Seite unterwegs ist eher störend. Die Schlichtheit des Telefonbuches, in dem man gezielt, schnell und ohne Komplikationen gewünschte Einträge finden kann, ist mit der Zunahme an Vielfalt des Herolds zumindest in Sachen Internetpräsenz leider verloren gegangen.

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